Montag, 2. Januar 2017

Das andere Berlin

Das Buch "Das andere Berlin" wurde mir kostenlos zur Rezension zur Verfügung gestellt. Viel Spaß beim Lesen!



Verlag: Siedler
Seitenanzahl: 464
ISBN: 
978-3827500663
Preis: 24,99€



Beschreibung via

Homosexualität ist eine deutsche Erfindung – zu dieser überraschenden Erkenntnis kommt Robert Beachy in seiner Geschichte der Homosexualität in Deutschland. In seinem Buch erzählt er von den Pionieren der Sexualwissenschaft, den Debatten um gesellschaftliche Anerkennung im Kaiserreich sowie vom schwulen Eldorado Berlins in der Weimarer Zeit und holt damit ein in Vergessenheit geratenes Kapitel deutscher Geschichte ans Tageslicht.

Welche einzigartigen Bedingungen im Deutschland des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts herrschten, die es zum Zentrum der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit der menschlichen Sexualität machten, zeigt der Historiker Robert Beachy anhand einer Fülle an Figuren und Episoden. Vor allem Berlin mit seinem berühmten Nachtleben entwickelte sich in dieser Zeit zum Magneten für eine lebendige, internationale schwule Szene und zog Künstler wie Christopher Isherwood und W.H. Auden an, die der Zeit in ihren Werken ein Denkmal setzten. Mit seiner Geschichte der Homosexualität in Deutschland verändert Robert Beachy das Bild von Kaiserzeit und Weimarer Republik und fügt unserem Verständnis dieser Epoche eine wichtige Facette hinzu.


Meine Meinung

Das Cover von "Das andere Berlin" sieht super aus und passt meiner Meinung nach auch gut zum Inhalt. Wenn man den Umschlag jedoch abnimmt, sieht das Buch nicht mehr so edel aus. Eigentlich nehme ich immer sehr gerne den Umschlag ab, weil ich die Bücher dann viel schöner finde, aber bei diesem Buch darf der Umschlag gerne bleiben. 

Von Innen gefällt mir das Buch sehr gut. Ich mag die Schriftart, außerdem gibt es auch mehrere (schwarz-weiß) Bilder, die gut zum Inhalt passen. Das Design des Buches ist insgesamt gut gelungen.

Ich finde die Thematik unglaublich interessant und bin deshalb froh, dass das Buch tatsächlich etwas dicker ist (immerhin 464 Seiten). Man merkt, dass der Autor sich tatsächlich intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt hat. 

Der Schreibstil ist überwiegend sachlich und ernst, das gefällt mir wirklich gut. Alles wird immer von beiden Seiten beleuchtet und kritisch hinterfragt. Das ganze Buch ist für mich persönlich eine gute Mischung zwischen einer wissenschaftlichen Arbeit und einem Sachbuch. Es liest sich sehr angenehm, der Leser wird außerdem mit vielen Details gefüttert.

Was ich etwas schade finde: Im Original heißt das Buch "Gay Berlin" - da ist der deutsche Titel deutlich zurückhaltender und vielseitig interpretierbar, beim englischen kann man sich dafür sofort vorstellen, worum es in dem Buch geht - deshalb bevorzuge ich auch den Originaltitel und finde die 'Übersetzung' etwas misslungen.

Wer sich für die Thematik interessiert, der wird mit diesem Buch absolut gar nichts falsch machen!


Fazit

Ein wirklich tolles Buch! Ihr findet es übrigens hierDas andere Berlin





1 Kommentar:

  1. Vielen Dank fürs Vorstellen. Kommt direkt mal auf die Wunschliste!

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