Samstag, 4. März 2017

#Gedankenpalast: Grey's Anatomy, Liebe & Verletzlichkeit



Ich habe beschlossen, ein neues "Thema" auf dem Blog zu behandeln - nämlich meine wirren Gedanken. Also wenn ihr keine Lust darauf habt, dann warnt euch das Wort "Gedankenpalast" im Titel bereits davor. ;) 

Ich möchte einfach nur ein paar Gedanken mit euch teilen - mal wird es sehr banal, dann ernst oder auch lustig. Je nachdem, was mir so durch den Kopf geht. Da mich die Schreiblust bei solchen Dingen eher "spontan" packt, werden die Gedankenpalast-Beiträge auch dementsprechend unregelmäßig veröffentlicht.


Ich habe schon oft gehört, dass Grey's Anatomy eine sehr gute Serie sein soll und ich sie mir unbedingt angucken muss. Das habe ich nun auch getan. Klar, ich bin noch nicht sehr weit gekommen, schließlich sind es sehr viele Staffeln. Aktuell (also während ich diesen Beitrag schreibe) bin ich erst in der Mitte der zweiten Staffel. Das ist gar nichts, wenn man bedenkt, dass es insgesamt ganze 13 Staffeln gibt und das noch nicht das Ende ist. Immerhin bin ich jetzt eine Weile lang beschäftigt. :D Auf jeden Fall wollte ich ein bisschen meine ersten Eindrücke schildern, da ich aber (wie immer) sehr weit abschweife, habe ich den Beitrag nicht in den Serienabend eingebaut, sondern einen separaten Gedankenpalast Beitrag daraus gemacht. 

Also, Grey's Anatomy... Ich habe mich immer gefragt, was alle so toll an dieser Serie finden. Ich dachte, es wäre einfach nur eine weitere langweilige Arztserie. Ich mag Scrubs, ich liebe Dr. House. Man sollte meinen, das reicht. Aber das reicht nicht. Grey's Anatomy ist zwar ähnlich, aber doch ganz anders. 

Man könnte sagen, dass Alltags- und Beziehungsprobleme immer gleich sind und dieses Liebeszeug nur ein breiteres Publikum anziehen soll, im Grunde aber sinnlos und langweilig ist. Das stimmt nicht. Egal wie wichtig andere Dinge sein mögen: Liebe ist immer am wichtigsten. Kleines, banales Beispiel: Wenn man weiß, man hat am nächsten morgen eine wichtige Prüfung, aber man hat gerade Liebeskummer, dann denkt man nicht einfach "Ach, das ist total unwichtig, bald finde ich einen neuen Partner und mir gehts wieder besser, die Prüfung ist wichtiger!". So läuft das nicht. Man ist stattdessen verzweifelt, kann sich nicht konzentrieren. Liebe macht einen verletzlich, man kann nicht mehr rational entscheiden. Man hört auf sein Herz, nicht auf den Verstand. Und man ist unglaublich verletzlich. Es ist grausam und wunderschön zugleich. 

Nicht nur in der Liebe, sondern auch im "normalen" Alltag, gibt es Dinge, die man meistern muss. Und ich finde es immer sehr interessant, wenn man sehen kann wie andere Personen mit diesen Dingen umgehen. Nicht um mir was abzugucken und dann genauso zu handeln, sondern in erster Linie einfach nur um zu sehen, wie ich es nicht machen würde. Klar, manchmal schaut man sich auch etwas ab, handelt ähnlich oder ganz genau so, wie die Figuren. Man lässt sich von der Serie beeinflussen und mich beeinflussen Serien in meinen Entscheidungen auch - ich lerne eben, wie ich es nicht machen möchte und welche Vorgehensweisen mir nicht gefallen. Man lässt die Protagonisten die Fehler machen, kann sich anschauen, welche Konsequenzen daraus entstehen und lernt etwas dazu, ohne selbst leiden zu müssen. Wobei man natürlich irgendwo auch leidet, da man ja mit den Protagonisten mitfiebert, aber das ist ein anderes Thema. 

Logischerweise gibt es in Serien viel Drama. Ganz ehrlich: wer würde sich denn eine Serie anschauen wollen, in der es nur "Friede - Freude - Eierkuchen" gibt? Wir brauchen Probleme und Lösungen. Alles andere wäre langweilig. Wenn es noch ein bisschen Liebe, ein paar Intrigen sowie Sarkasmus & Ironie gibt, dann sind wir noch glücklicher. Wenn es zu gut läuft, warten wir nur noch auf den Absturz. Schließlich ist zu viel "Friede - Freude - Eierkuchen" mittlerweile ein Zeichen dafür, dass es demnächst bergab gehen wird. 

Aber manchmal sitze ich vor dem Monitor und denke mir wirklich einfach nur: Warum kann es nicht einmal diesen Frieden geben? Warum kann man die Menschen nicht glücklich sein lassen? Ja, es wäre verdammt unrealistisch und Alltagsprobleme gibt es immer. Aber zumindest in der Liebe könnte man die Protagonisten doch auch mal in Ruhe glücklich sein lassen und nicht immer alles zerstören. Das wäre zur Abwechslung wirklich sehr schön  - wenn die Charaktere ehrlich zueinander sind, sich immer richtig entscheiden,... und so weiter. Dadurch, dass es immer und überall Drama gibt, würde sich so eine "langweilige" Serie sogar von den anderen abheben. Und ich wette, dass sehr viele Menschen gerne für ein paar Stunden in einer heilen Welt abtauchen wollen würden, in einem Paradies ohne Apfelbaum. 

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