Samstag, 4. August 2012

Weiblich, jung, flexibel


Ich habe mich bei bloggdeinbuch.de dafür beworben, ein Buch aus dem Verlag Herder zu lesen & es ist vor kurzem bei mir angekommen. Heute möchte ich es euch vorstellen. 


Felicitas Pommerening: Weiblich, jung, flexibel




Titel: Weiblich, jung, flexibel
Verlag: Verlag Herder
Autor: Felicitas Pommerening
Gebundene Ausgabe: 180 Seiten

Beschreibung via

Die beiden Freundinnen Carlynn und Ellen haben ihren Universitätsabschluss in der Tasche und stehen vor den großen Fragen: Was wollen wir eigentlich? Wie sieht die Zukunft aus? Traummann? Kinder? Job? Bei ihrer Suche nach Antworten stoßen sie auf die Schwierigkeiten, die viele haben: Beruflicher Druck steht gegen eigene Wünsche; persönlicher Ehrgeiz gegen die Einflüsse von Freunden und Familie. Und die Sehnsucht nach Selbstverwirklichung muss immer wieder abgewogen werden gegen die Erwartungen der Gesellschaft.
Felicitas Pommerening schreibt über eine Generation, die mehr Möglichkeiten hat als jede andere zuvor, und über die Schwierigkeiten, dabei das eigene Glück zu finden.


Meine Meinung

Ich habe das Buch sehr gerne gelesen, da die Autorin von einem Thema spricht, das mich selber betrifft. Seit der 7. Klasse beschäftige ich mich damit, was ich später werden möchte. Nicht nur beruflich. Man fragt sich, wie man sein Leben verbringen will, was einem wichtig ist. - Kinder? Heiraten? Ehemann? Karriere? -  

In der Schule erfährt man nicht wirklich etwas über andere Berufe, was ich sehr schade finde. Klar, in der 9. Klasse haben wir mal "Bewerbungsgespräch"- Gespielt. Und dieses Jahr, in der 10., haben wir eine Woche "Frei" bekommen, um ein Praktikum machen zu können. Wir mussten eine Bewerbungsmappe erstellen und dort alles dokumentieren & nat. auch den Lebenslauf+Bewerbung einheften, selbst wenn wir für das Praktikum keine Bewerbung & keinen Lebenslauf gebraucht haben. Nach dem Praktikum mussten wir einen Praktikumsbericht schreiben. Dabei konnte man sich dann eine Woche lang einen Beruf anschauen, okay, finde ich sinnvoll. Aber trotzdem ist das immer noch zu wenig. Deshalb schaue ich mir immer wieder verschiedene Videos im Internet an, lese auf www.berufenet.de, spreche mit verschiedenen Menschen über ihre Berufe und lese die kostenlosen Magazine, die man z.B. in Bibliotheken mitnehmen kann. Würde ich mich nicht selbst informieren, hätte ich keine Ahnung. 

Mir ist mein Privatleben wichtig. Ich möchte nicht jeden Tag stundenlang arbeiten und unglücklich sein, auch wenn ich dafür eine mehrstellige Zahl auf meinem Kontoauszug finden kann. Allerdings möchte ich auch ein Kind haben, vielleicht auch zwei oder drei. Die müssen ein Dach über dem Kopf haben, was zu essen... Aber da taucht schon das erste Problem auf: Gibt es überhaupt einen Job mit einer guten Bezahlung und angemessenen Arbeitszeiten für eine Mutter? In Weiblich, jung, flexibel versucht Ellen einen Teilzeitjob zu finden, bevor sie an Burnout und Depressionen leidet. Sie möchte diese Stufen einfach überspringen, verzichtet auf den Vollzeitjob und wünscht sich einfach nur einen angenehmen Job in Teilzeit, bei dem sie auch Zeit für ihr Privatleben hat, der sie innerlich nicht auffrisst. Klingt doch vernünftig, oder? Ist aber nicht so leicht, wie sie feststellen muss! Wie ihre Jobsuche verläuft könnt ihr im Buch nachlesen. 

Ellen ist mit Carlynn befreundet, es wird abwechselnd aus beiden Sichten geschrieben. Das Buch startet mit einem Bewerbungsgespräch von Carlynn, das anscheinend nicht so gut läuft. Ich persönlich frage mich ja, was mein Lieblingsautor mit meiner Arbeitsleistung zutun hat. Aber das werden die Personalchefs ja wissen...

Überhaupt scheint Carlynn eine viel zu unkreative Person zu sein, sie bekommt den Job dann auch nicht. Verständlicherweise fragt man sich dann immer, was man falsch gemacht hat, man bekommt Selbstzweifel. 

Dieses Buch hat mir gezeigt, dass ich nicht die einzige bin, die diese Denkweise hat. Frauen können grundsätzlich nur alles falsch machen. Konzentriert man sich auf seine Karriere und stellt sein Privatleben hinten an, ist man die alte Jungfer. Legt man mehr Wert auf sein Privatleben & bekommt Kinder, ist man die nervige Mutter die nie Karriere machen wird. Ist man Mutter und arbeitet Vollzeit, dann ist man gleichzeitig eine schlechte Mutter. Wenn ein Mann eine von diesen drei Sachen wählt, steht er immer gut da. Entweder als attraktiver Mann oder als vorbildlicher Vater und natürlich noch als der Mann, der seine Familie ernährt und somit seine Aufgabe super erfüllt. Frauen haben es heutzutage schwer auf ihrem Weg. Mal sehen welchen ich gehen werde...

Fazit

Die Autorin von Weiblich, jung, flexibel macht eine Blogtour. Ich rate euch vorbeizuschauen, ihr könnt nämlich ihr Buch gewinnen. Mehr Infos findet ihr hier.









1 Kommentar: