Freitag, 29. Juli 2016

Maxim Gorki: Meine Kindheit

Das Buch "Meine Kindheit" wurde mir kostenlos zur Rezension zur Verfügung gestellt. Viel Spaß beim Lesen!



Autor: Maxim Gorki
Verlag: Severus
Seitenanzahl: 320
ISBN: 978-3-95801-446-6
Preis: 26,90€


Beschreibung

Maxim Gorki, eigentlich Alexei Peschkow, lebte ein Leben voller Leid und Entbehrungen. In Armut bei seinen Großeltern aufgewachsen, war seine Kindheit von Schlägen und Grausamkeit gezeichnet, die den Jungen abstumpfen und gleichgültig werden ließen. In seinem autobiographischen Roman erzählt Gorki von seinem Leben in Russland, von harter Arbeit, politischen Einflüssen und seinem Erfolg als Schriftsteller.


Meine Meinung

Durch mein Studium wurde ich schon oft auf Maxim Gorki aufmerksam. Ich habe bereits das Theaterstück "Kinder der Sonne" im Münchner Volkstheater gesehen und wollte mich mehr mit Gorki beschäftigen - auf der Suche nach seinen Werken bin ich auf den Severus Verlag gestoßen. Das Taschenbuch "Maxim Gorki: Meine Kindheit" hat mich sofort angesprochen, vor allem aufgrund des schönen Covers. 

Das Buch beginnt mit dem Tod des Vaters und dem dadurch ausgelösten Umzug. Alexei zieht mit seiner Mutter zu den Großeltern um, plötzlich ändert sich alles in seinem Leben. Der Vater ist für immer weg, die Mutter lässt sich kaum noch blicken und der Großvater ist gewalttätig. 

Bis zum Tod des Vaters wurde das Kind gewaltfrei erzogen, deshalb ist die Gewaltbereitschaft des Großvaters schockierend für den kleinen Alexei. Er wird für ein lächerliches Vergehen (welches aus kindlicher Dummheit entstanden ist) so hart bestraft, dass er über einen längeren Zeitraum im Bett bleiben muss, um sich davon zu erholen.

Aber nicht nur der Großvater übt Gewalt aus. In der neuen Umgebung merkt Alexei schnell, dass Streit und Gewalt anscheinend nichts Unübliches sind. Das Kind wächst also in einer trostlosen und brutalen Welt auf, es herrscht die "Feindschaft aller gegen alle".

Alexei verbringt mehr Zeit mit Erwachsenen, als mit Gleichaltrigen. Somit bekommt er Dinge mit, die nicht für Kinderohren bestimmt sind. Er ist meistens auf sich alleine gestellt, lediglich die Großmutter dient mehr oder weniger als Ersatz-Mama und ist für Alexei sehr wichtig. Als diese ebenfalls vom Großvater geschlagen wird, versucht Alexei diesen mit Kissen abzuwehren. Seine kindliche Hilflosigkeit wird dem Leser gerade in dieser Szene sehr deutlich gezeigt. 

Maxim Gorki schildert die Gewalt, das Leid und die Armut ohne Beschönigungen. Es ist schwer zu begreifen, dass ein kleines Kind all das miterleben und ertragen musste. Insgesamt kann man sagen, dass keiner sich so eine Kindheit wünschen würde.

Fazit

Mir gefällt das Buch sowohl äußerlich als auch inhaltlich sehr gut, da ich die Thematik sehr spannend finde - vor allem, weil es ein autobiographischer Roman ist.




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