Freitag, 24. Juni 2016

Tewje, der Milchmann

Das Buch "Tewje, der Milchmann" wurde mir kostenlos zur Rezension zur Verfügung gestellt. Viel Spaß beim Lesen!




Titel: Tewje, der Milchmann
Autor: Scholem Alejchem
Verlag: Manesse Verlag
Seitenanzahl: 352
ISBN: 978-3717520061
Preis: 24,95€




Beschreibung via

Arm an Geld, reich an Kindern, träumt der Milchmann Tewje von einem Leben ohne Not und Leid. Doch nach einem unverhofften Geldsegen wendet sich das Blatt, und unser Held muss mitansehen, wie man ihm seine Familie und seine Heimat nimmt. So bleibt er ganz allein in der Welt zurück, mit nichts als seinem Gottvertrauen und seinem unerschütterlichen jüdischen Humor. Allen Schikanen des Daseins setzt er ein humanes, verschmitztes Trotzdem entgegen, das Trotzdem des wahren Humoristen, der noch unter Tränen lacht und scherzt.

Mit seinem Hauptwerk hat Scholem Alejchem seinen Ruf als einer der größten Humoristen der Weltliteratur begründet und dem untergegangenen Milieu des Schtetls ein Denkmal gesetzt. Keine nostalgische Verklärung, keine geschönte Idylle, sondern ein berührend tragikomischer Blick auf die Katastrophen, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts drohend am Horizont aufziehen: Pogrome, Vertreibungen, Revolutionen. Dies macht den jiddischen Schicksalsroman zu einem der wichtigsten Bücher der Weltliteratur.


Meine Meinung

Wie bei allen Manesse-Büchern, die ich bis jetzt so besitze, habe ich sofort nach dem Auspacken den Umschlag abgenommen und war begeistert von der Schlichtheit des Buches. Das Cover gefällt mir aber auch so sehr gut.

Dieses Buch wollte ich nicht nur deshalb unbedingt lesen, weil es ein Klassiker der Weltliteratur ist, sondern auch, weil es dauernd in irgendwelchen amerikanischen Filmen/Serien auftaucht. Ist euch das mal aufgefallen? Immer wird das Stück von irgendwelchen Kindern aufgeführt, dauernd taucht es auf und wird ein bisschen anders interpretiert. Ich erinnere mich am Besten an die Szene bei Gilmore Girls, wo Kirk von Luke verlangt, dass er seinen Wagen so gestaltet, dass er sehr schwer zu ziehen ist - und Kirk den Wagen am Ende dann wirklich kaum ziehen kann. 

Aber genug von den Gilmore Girls, reden wir über das Buch selbst. Obwohl der Milchmann Tewje eigentlich ein eher armer Mann ist und sein Leben nicht gerade leicht ist - es sich hierbei also um ein ernstes Thema handelt -, muss man beim Lesen öfter Schmunzeln. Der Schreibstil ist wunderbar, ein so gewichtiges Thema auf diese humoristische Art und Weise zu erzählen - das muss gelernt sein, das kann nicht jeder Autor!

Endlich verstehe ich, warum mir diese Geschichte dauernd überall begegnet und nun kann ich auch die ganzen Anspielungen darauf verstehen. Jedoch hat es sich nicht nur deswegen gelohnt, dieses Buch zu lesen, sondern auch weil die Geschichte mich ergriffen hat. Außerdem habe ich zusätzlich viele neue Dinge gelernt, die ich davor nicht wusste. Man erfährt also viel über das Judentum und das Lesen macht wirklich Spaß, es war auch überhaupt nicht anstrengend. Dieses ständige "[...], sage ich, [...], sage ich, [...], sage ich, [...]" nervt mich jedoch sehr. Aber ich toleriere es, da ich verstehe, dass es einfach zu Tewjes Art und Weise des Erzählens dazugehört.


Fazit

Dieses Buch ist ein sehr schön geschriebener Klassiker, den meiner Meinung nach jeder kennen sollte.





Kommentare:

  1. Hallo :)

    Ich gebe gleich mal zu, dass ich das Buch nur vom Hörensagen kenne. Aber deine Rezi macht mich richtig neugierig darauf!

    Viele Grüsse
    Jari

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  2. Klingt wirklich ganz gut. Ich habe mir gestern ein paar neue Bücher aus der Bibliothek geholt und werde auch das ein oder andere zeigen. :)

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