Samstag, 26. November 2016

Gilmore Girls: Winter

 
Nachdem ich in den letzten Tagen über die vergangenen Gilmore Girls Staffeln geschrieben habe, möchte ich natürlich auch meine Eindrücke von den neuen Folgen mit euch teilen. Allerdings will ich nicht alles in einen Blogbeitrag packen, weil es einfach zu viel wäre. Deshalb gibt es einen Beitrag zu jeder Folge - anders geht es nicht. Eigentlich könnte ich die Texte zu den einzelnen Folgen auch schon in mehrere Blogbeiträge aufteilen. Aber jetzt müsst ihr euch eben mit einem Beitrag pro Folge auseinandersetzen, auf jeden Fall habt ihr dadurch mehr als genug zu lesen. ;)

ACHTUNG SPOILER - LEST DAS NUR, WENN IHR DIE FOLGEN SCHON KENNT ;)



Die Folge beginnt mitten in Stars Hollow, man fühlt sich direkt wieder wie zuhause. Vorausgesetzt, man ist ein echter Fan der Serie. Lorelai trägt wieder ihren rosa Mantel, an den sich natürlich auch jeder Fan erinnern kann. Es gibt in den Dialogen ein paar Anspielungen, die auf die lange Pause hinweisen und die auch ein bisschen einleitend klingen. Wobei die ganze Staffel sich ein bisschen wie eine Einleitung anfühlt, damit man wieder in diese Welt hineinkommt und nie wieder raus möchte. Wahrscheinlich geht es erst in den nächsten Staffeln (und hoffentlich gibt es dann viele davon) so richtig ab. 

Die Dialoge sind wie immer schnell und voller Anspielungen auf irgendwelche Serien, Bücher,... und und und. Natürlich kann man nicht jede einzelne davon verstehen, aber das meiste eben schon. Ich habe mit 12 Jahren angefangen, die Gilmore Girls exzessiv anzusehen (also wirklich jedes Jahr mindestens 2x alle Staffeln) und habe jedes Jahr gemerkt, dass ich irgendwelche Anspielungen endlich verstehe. Kleines Beispiel: Es kommen ja viele Zitate aus "Der Pate I-III" vor und diese Filme habe ich erst letztes Jahr alle das erste Mal gesehen. Umso älter man wird, umso mehr Wissen häuft man an, umso besser versteht man die Gilmore Girls. :D 

Die Stars Hollow Gazette wird schon ganz am Anfang kurz gezeigt, da kann man sich schon fast denken, dass diese demnächst noch eine größere Rolle spielen wird. Und so ist es mit vielen Dingen - das finde ich richtig gut. Wenn man sich die Folgen öfter anschaut und sich dann auf Details konzentrieren kann, fallen einem dann immer solche Kleinigkeiten auf und man freut sich total darüber, wie gut das alles durchgeplant wurde. 

Kirk und Ooober... muss ich was dazu sagen? Okay, ich möchte anmerken dass ich seine Bio-Klimaanlage (Löcher im Boden des Autos) einfach genial finde, er sollte dafür ein Patent beantragen. Die Story ist gut gelungen und spielt im Laufe der Staffel immer wieder eine Rolle. Super, dass sie Kirk so intensiv eingebunden haben! 

Bei den Kulissen haben sie sich richtig viel Mühe gegeben. Wie die Stadt aussieht und Lorelais Haus - zuckersüß, richtig kitschig und typisch Stars Hollow! Man fühlt sich einfach wieder wie zuhause, ich kann es nicht oft genug betonen!

Zum Thema "Rorys neuer unscheinbarer Freund": Also dass Luke und Lorelai so über Paul reden ("Ich kann mich nicht an ihn erinnern!", "Wie war noch mal sein Name?", "Wie heißt er mit Nachnamen?",...), kann ich sehr gut verstehen und nehme es den beiden auch nicht übel, das ist irgendwie typisch. Aber wie Rory sich Paul gegenüber verhält, finde ich erschreckend. Das passt so gar nicht zu ihr, dass ausgerechnet ihr ein Mensch so unglaublich egal ist. Natürlich ist es witzig, wie sie Luke's Diner verlässt und dann noch mal wieder rein rennt, weil Paul ja noch auf der Toilette war. Aber dieses ganze Verhalten ist einfach nicht ihre Art, das ist nicht die Rory, die wir kennen. Klar, Menschen ändern sich mit der Zeit. Jedoch ist das keine normale, leichte Veränderung, sondern wirklich etwas vollkommen anderes - einfach das komplette Gegenteil von ihrem eigentlichen Charakter.

Ich muss auch zugeben, dass mich manche Dialoge etwas gelangweilt haben, weil sie so richtig krass gewollt witzig sein sollten und sowas bei mir nicht so gut ankommt. Ich bin jetzt nicht eingeschlafen oder so, aber manche Sachen hätte man sich schon fast sparen können. Wobei ich es auch super witzig fand, dass Lorelai ihre Zeitschriften nach den Kardashians sortieren wollte. :D

Michel wird in dieser Staffel sehr wichtig, er ist nicht nur eine Randfigur. Was meiner Meinung nach hauptsächlich daran liegt, dass er das Loch, was Sookie hinterlassen hat, füllen muss. Ich mag ihn und möchte ihn nicht als Lückenfüller bezeichnen, irgendwo ist er das aber leider. Jedoch finde ich es gut, dass er durch Sookies Abwesenheit so in den Mittelpunkt rückt und man etwas mehr über ihn und sein Leben erfahren kann.

Paris ist der Knaller. Erst dachte ich mir: Was soll das? Das kann nicht euer Ernst sein? Aber als ich dann darüber nachgedacht habe, hat es für mich doch Sinn gemacht. Sie hat immer zwischen Medizin und Jura geschwankt und das was sie jetzt macht, ist eine perfekte Mischung aus beiden. Und das noch gepaart mit ihrer sozialen Unfähigkeit - perfekt! Jedoch ist es sehr traurig, dass ihre Ehe mit Dole in die Brüche ging. Aber immerhin hat sie zwei süße Kinder.

Das Porträt von Richard ist natürlich genial. Dazu muss man nicht viel sagen. Ich finde es spannend, Emily in allen vier Folgen bei ihrer Entwicklung zuzusehen. Wie sie den Tod verarbeitet und schließlich ein neues Leben beginnt. Außerdem ist es interessant, dass vor allem Rory sich auch sehr um sie kümmert. Rory kam ja immer eher mit ihrem Großvater gut klar, als mit Emily. Trotzdem liebt sie ihre Großmutter und denkt an sie. Das ist jedoch auch etwas, was ich nicht ganz verstehe. Sie ist so fürsorglich, kümmert sich um alle, aber ihr Verhalten gegenüber Paul ist dafür so unmöglich. Das ist meiner Meinung nach etwas unlogisch.

Die Folge endet mit den Worten "in memory of Edward Herrmann" - einfach nur rührend und wundervoll. Ich finde es super, dass sie seinen Tod so ausführlich in der Serie thematisiert haben, weil er ein wichtiger Teil der Gilmore Girls gewesen ist und man das nicht einfach nur mit "Grandpa ist tot" kommentieren konnte. Das haben sie in der ganzen Staffel sehr gut hinbekommen und darüber werde ich zwischendurch auch noch reden.

Eigentlich habe ich noch viel mehr zu sagen, aber es ist gerade 02:28 Uhr morgens und ich muss um 10 Uhr in der Uni sein (d.h. wenn dieser Beitrag hier erscheint, sitze ich in meinem Blockseminar und schlafe halb ein) und ich kann langsam nicht mehr, deshalb höre ich jetzt auf. Aber ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mir erzählt, wie euch die erste Folge gefällt!

Habt ihr euch wieder wie zuhause gefühlt, oder gefällt euch die neue Folge gar nicht? Wie sind eure ersten Eindrücke?




Kommentare:

  1. Huhu Nicca!

    An und für sich hat mir die Folge auch richtig gut gefallen, vor allem wie mit Richards Tod umgegangen wird.
    Rory fand ich tatsächlich sehr...fremd. Sie muss sich über die Jahre echt verändert haben. Vor allem das mit Paul fand ich auch heftig, auch wenn es lustig war, aber irgendwie auch traurig. Und die Sache mit Logan ist irgendwie auch sehr seltsam...und dass sie ihre Mutter auch noch anlügt.
    Ich bin auch sehr gespannt, ob sich Lorelais und Lukes Kinderwunsch jetzt erledigt hat oder nicht. Und hoffe auch sehr, dass Lorelai und Emily sich vielleicht mehr annähern.
    Bis auf ein paar wirklich etwas erzwungene Dialoge war es aber eine echt schöne, gelungene erste Folge für die neue Staffel - und so schön lang!

    Liebe Grüße,
    Diana

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  2. Ich finde Rorys Entwicklung sehr passend. Sie war schon immer egoistisch. Erinnert euch mal daran, wie mies sie Dean behandelt hat als Jess in ihr Leben trat oder dass sie Marty hat hängen lassen, oder auch wie fies sie zu Emily war und mit Lorelai gebrochen hat, dass es ihr egal war, dass Dean mit Lindsey verheiratet ist etc. pp.
    Rory war schon immer egoistisch und das hat sich im Laufe der Jahre eben noch gesteigert.

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